Wir verurteilen den gewaltsamen Angriff der israelischen Armee auf
die internationale humanitäre Aktion "Free Gaza" mit Toten und
Verletzten. Dieser verbrecherische Akt stellt einen klaren Verstoß
gegen Völkerrecht dar und ist durch nichts zu fertigen. Wir
unterstützen die Forderungen nach Einberufung eines internationalen
Untersuchungskommission zur Klärung der Vorgänge und Bestrafung
der Verantwortlichen. Wir erklären uns solidarisch mit den
verschleppten Passagieren auf den Schiffen und fordern deren
sofortige Freilassung.
Erklärungen, in denen der israelische Angriff verbal verurteilt und
Bestürzung über den Tod unschuldiger Menschen zum Ausdruck
gebracht wird, oder Appelle reichen allerdings bei weitem nicht aus,
um dem Unrecht im Gaza-Streifen und den angrenzenden
palästinensischen Gebieten ein Ende zu bereiten. Europäische und
andere internationale Organisationen fordern seit langem die
Aufhebung der Blockade des Gaza-Streifens durch Israel. So wurde
Israel z.B. in einer Entschließung des Europarates vom Dezember
2009 und UN-Resolutionen aufgefordert, die Blockade zu beenden.
Die internationale Gemeinschaft muß ihren Worten Taten folgen
lassen und gegebenenfalls Sanktionen gegen Israel verhängen, um der
Blockadepolitik ein Ende zu bereiten.
Die angegriffenen Schiffe der internationalen Aktion „Free Gaza“
haben 5000 Tonnen Hilfsgüter für die 1,5 Mio. Menschen im Gaza-
Streifen an Bord. Ihnen fehlt es an Nahrungsmitteln, medizinischer
Hilfe und anderen Grundversorgungsmitteln infolge der
Blockadepolitik Israels. Die internationale Öffentlichkeit darf diesem
Verbrechen nicht länger zuschauen.
Hüseyin Avgan, Bundesvorsitzender
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