Der Bericht dokumentiert die anhaltenden Schwächen des deutschen Bildungssystems. Gerechte Bildungschancen bestehen nach wie vor nur eingeschränkt. Vielfach sind noch erhebliche Anstrengungen notwendig, um hohe und höchste Bildungsqualität zu erreichen. Dazu gehören deutlich erhöhte Finanzaufwendungen für Bildung. Es ist Jüngst aber auch beim dritten Bildungsgipfel nicht gelungen, dieses sicherzustellen. Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten sind gemessen an ihren Versprechungen kläglich gescheitert. Gemessen an den vollmundigen Versprechungen der vergangenen Jahre ist die Bilanz des Berichts überaus dürftig.
Nach wie vor dominiert die soziale Herkunft den Bildungserfolg. Die Kluft zwischen Bildungsverlierern und -gewinnern ist sogar weiter angewachsen. Das ist ein Armutszeugnis für unser Bildungssystem. Bundesregierung und Länder müssen jetzt endlich mutige Schritte gehen und das Bildungssystem so reformieren, dass alle Kinder und Jugendliche gerechte Bildungschancen bekommen.
Ein struktureller Grund für die Misere ist das Kooperationsverbot in der Bildungspolitik. Solange diese Entwicklungsbremse Bestand hat, werden wir weiterhin in einer blockierten Bildungsrepublik leben. Das haben etwa die Auseinandersetzungen während der letzten Bildungsgipfel gezeigt. Das Projekt Bildungsrepublik kann nur mit gemeinsamen Anstrengungen gelingen. Die entscheidenden Ansatzpunkte sind klar, auch der Nationale Bildungsbericht weist sie dezidiert aus. Wir brauchen einen flächendeckenden Ausbau von Ganztagsschulen, ein inklusives Schulsystem, eine intensive Förderung von Migrantenkindern sowie einen besseren Übergang von der Schule in die Ausbildung!
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